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26.08.2026
13:30 Uhr
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Statt IP-Adressen sollen Schlüssel Endpunkte identifizieren: Iroh 1.0 vereinfacht direkte verschlüsselte Verbindungen über Netzgrenzen hinweg.

Im Juni 2026 gab die Firma n0 Computer mit Iroh 1.0 ein P2P-Netzwerkframework frei, das Unzulänglichkeiten des IP-Stacks anpackt und die Kommunikation im Internet effizienter gestalten soll. n0 Computer ist ein US-Unternehmen, das sich auf dezentrale Netzwerktechnologien und verteilte Systeme spezialisiert hat. Mitgründer ist Alan Shaw, der zuvor maßgeblich an der Entwicklung des InterPlanetary File System beteiligt war. Ideen aus IPFS für die Peer-to-Peer-Übertragung sind auch in Iroh eingeflossen.
Hinter Iroh steht die Vision eines Internets, in dem Endpunkte nicht mehr primär über IP-Adressen angesprochen werden, sondern über kryptografische Identitätsschlüssel. Die Zuordnung erfolgt dauerhaft, unabhängig davon, ob sich das Gerät gerade im Heimnetzwerk, in einem Mobilfunknetz, hinter einer Firewall oder in einer Cloud-Umgebung befindet. Für Anwendungen bedeutet dies, die Identität eines Gerätes von seiner aktuellen Netzwerkposition zu entkoppeln.
Ziel ist der direkte Datenaustausch zwischen Endgeräten (Peer-to-Peer), ohne dass zentrale Server den Datenverkehr vermitteln. Dabei nutzt die Software Netzwerktechnologien wie QUIC und Verfahren zur NAT-Traversierung, um Verbindungen auch dann aufzubauen, wenn sich Geräte hinter Firewalls oder NAT-Routern befinden. Falls eine direkte Kommunikation nicht möglich ist, nutzt Iroh automatisch ein offenes Ökosystem von Relay-Servern als Fallback.